Schischule - Betrieb

Allgemeine Information

Der selbständige erwerbsmäßige Unterricht im Schilaufen (Betrieb einer Schischule) bedarf der Bewilligung der Landesregierung. Ein Ansuchen auf Erteilung der Bewilligung zum Betrieb einer Schischule ist schriftlich einzubringen.

Die Bewilligung ist zu erteilen, wenn ein Bewerber die persönlichen Voraussetzungen und die sachlichen Anforderungen erfüllt.

Voraussetzungen

Die persönlichen Voraussetzungen für die Erteilung einer Bewilligung sind:

1.  die österreichische Staatsbürgerschaft oder die eines Mitgliedstaates der Europäischen Union;
2.  die Eigenberechtigung;
3.  die Verlässlichkeit;
4.  ein Alter von mindestens 24 Jahren;
5.  die körperliche und gesundheitliche Eignung;
6.  die Diplomschilehrerprüfung;
7.  die Schiführerprüfung;
8.  die Verwendung als Diplomschilehrer an einer inländischen Schischule durch mindestens zwei Saisonen nach Ablegung der Diplomschilehrerprüfung;
8a.  die Unternehmerprüfung
9.  die zur Erteilung des Unterrichtes unumgänglich notwendigen Kenntnisse der deutschen Sprache.

Jeder Bewerber um eine Schischulbewilligung hat die Erfüllung folgender sachlicher Anforderungen nachzuweisen:
  1. das Verfügungsrecht über ein Schischulbüro mit geeigneten Räumlichkeiten sowie die erforderlichen sanitären Anlagen;
  2. das Verfügungsrecht über einen geeigneten Schischulsammelplatz;
  3. das Verfügungsrecht über ein geeignetes Anfängerübungsgelände; der Nachweis eines Mitbenützungsrechtes an einem bestehenden Anfängerübungsgelände gilt als Erfüllung dieses Erfordernisses;
  4. eine ausreichende Haftpflichtversicherung.

Fristen

Ein Ansuchen um die Bewilligung ist mindestens vier Wochen vor der beabsichtigten Aufnahme des Betriebes einzubringen.

Zuständige Stelle

Amt der Kärntner Landesregierung (Abteilung 6 - Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport)

Detailinformation

Kärntner Schischulgesetz, LGBl. Nr. 53/1997, zuletzt geändert durch LGBl. Nr. 85/2013, §§ 1-17.

Kosten:

Gemäß § 14 Tarifpost 5 und 6 des Gebührengesetzes, BGBl. Nr. 70/2013 i.d.g.F. sind für die Vergebührung des Antrages € 47,30 sowie für die Vergebührung der Beilagen jeweils € 3,90 zu entrichten.
Gemäß § 14 Tarifpost 2 leg.cit. ist für die Erteilung der Schischulbewilligung einer Gebühr von € 83,60 zu entrichten.
Gemäß Tarif B, Abschnitt XV, TP XV.1. der Landesverwaltungsabgabenverordnung, LGBl. Nr. 78/2013 i.d.g.F. beträgt die Verwaltungsabgabe für die Erlassung dieses Bescheides € 437,90.


Rechtsgrundlage(n):

Kärntner Schischulgesetz, LGBl. Nr. 53/1997, zuletzt geändert durch LGBl. Nr. 85/2013, §§ 1-17.

Kärntner Berufsqualifikationen-Anerkennungsgesetz, LGBl. Nr. 10/2009, zuletzt geändert durch LGBl. Nr. 42/2012.

Gebührengesetz, BGBl. Nr. 267/1957, zuletzt geändert durch BGBl. Nr. 105/2015, § 14 TP 2, 5, 6.

Landesverwaltungsabgabenverordnung, LGBl. Nr. 78/2013, zuletzt geändert durch LGBl. 49/2014, TP XV. 1.

Zum Formular

Ansuchen um Erteilung der Bewilligung zum Betrieb einer Schischule sind schriftlich unter Anschluss der zum Nachweis der Erfüllung der persönlichen und sachlichen Voraussetzung erforderlichen Belege zu stellen.

Persönliche Voraussetzungen (§ 3 Abs 1):
  • Staatsbürgerschaftsnachweis (Österreich oder ein anderer begünstigter Staat im Sinne des Berufsanerkennungsgesetzes)
  • Geburtsurkunde (Mindestalter 24 Jahre)
  • Hauptwohnsitz in einem EU- oder EWR-Mitgliedstaat (Meldezettel)
  • Strafregisterbescheinigung (nicht älter als drei Monate)
  • Ärztliches Zeugnis (nicht älter als drei Monate)
  • Prüfung zum staatlichen Schilehrer und Schiführer
  • Fortbildungsbestätigung/Nachweis über die Verwendung als Diplomschilehrer an einer inländischen Schischule durch mindestens zwei Saisonen nach Ablegung der Diplomschilehrerprüfung
  • Unternehmerprüfung (als Nachweis der wirtschaftlichen Befähigung)
Sachliche Voraussetzungen (§ 4):
  1. Verfügungsrecht über einen geeigneten Sammelplatz (in unmittelbarer Nähe zu einer Aufstiegshilfe)
  2. Verfügungsrecht über für ein Schischulbüro geeignete Räumlichkeiten sowie die erforderlichen sanitären Anlagen
  3. Verfügungsrecht über ein Anfängerübungsgelände (vom Sammelplatz aus mit Schi leicht erreichbar, im Schigebiet gelegen) der Nachweis eines Mitbenützungsrechtes an einem bestehenden Anfängerübungsgelände gilt als Erfüllung dieses Erfordernisses;
  4. ausreichende Haftpflichtversicherung (über zumindest € 2,5 Mio.)
Zum Seitenanfang top