Bergwanderführer - Bewilligung

Allgemeine Information

Die Tätigkeit des Bergwanderführers bedarf der Genehmigung der jeweils zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde.

Die Führung und Begleitung von Personen bei Bergwanderungen gegen Entgelt sowie die entgeltliche Unterweisung in den für Bergwanderungen erforderlichen Fertigkeiten und Kenntnissen.

Als Bergwanderung gilt das Begehen von Wegen und Steigen, die bei einem durchschnittlich bergerfahrenen Wanderer keine Zuhilfenahme von Sicherungseinrichtungen oder sonstigen alpintechnischen Hilfsmitteln, wie insbesondere Steigeisen, erfordern.

Die Bewilligung erlischt mit dem Tod des Bewilligungsinhabers oder dem Entzug der Bewilligung durch die Bezirksverwaltungsbehörde, weil gegen bestimmte Vorschriften des Gesetzes verstoßen wurde oder durch Verzicht.

Erforderliche Unterlagen

Unterlagen zum Nachweis der Voraussetzungen. Das sind insbesondere:
  • Staatsbürgerschaftsnachweis (Österreich oder ein anderer begünstigter Staat im Sinne des Berufsanerkennungsgesetzes)
  • Geburtsurkunde (Mindestalter 24 Jahre)
  • Hauptwohnsitz in einem EU-oder EWR-Mitgliedstaat (Meldezettel)
  • Strafregisterbescheinigung (nicht älter als drei Monate)
  • Ärztliches Zeugnis (nicht älter als drei Monate)
  • Nachweis der fachlichen Befähigung
  • Nachweis einer ausreichenden Haftpflichtversicherung
Die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde kann darüber hinaus noch weitere Unterlagen anfordern.

Fristen

Die Tätigkeit darf erst nach rechtskräftiger Bewilligung aufgenommen werden

Kosten

Die Kosten betragen (abhängig von der Anzahl der Beilagen) ca. € 330,--.

Detaillierte Informationen zur Gebührenregelung finden Sie im Gebührengesetz 1957 bzw. in der Landesverwaltungsabgabenverordnung. Die anfallenden Gebühren können nach Übermittlung der Bewilligung elektronisch mittels Banküberweisungen bezahlt werden.

Rechtsgrundlagen

Kärntner Berg- und Schiführergesetz - K-BSFG
Verordnung Vorschriften über die Ausbildung zum Wanderführer
Kärntner Berufsqualifikationen-Anerkennungsgesetz – K-BQAG
Allgemeines Verwaltungsverfahrensgesetz 1991
Landesverwaltungsabgabenverordnung
Gebührengesetz 1957

Verfahrensverlauf

Der Antrag auf Erteilung einer Bewilligung ist bei der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde einzubringen. Über den Antrag wird mit schriftlichem Bescheid entschieden.

Erledigungsdauer:

Die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde ist verpflichtet, spätestens sechs Monate nach dem Einlangen des Antrages den Bescheid zu erlassen. Entscheidet die Behörde nicht in der vorgegebenen Frist, so haben Sie die Möglichkeit eine Säumnisbeschwerde bei der jeweils zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde einzubringen. Diese muss die Bezeichnung der Behörde enthalten, deren Entscheidung ausständig ist. Zudem ist im Schreiben das Begehren anzuführen und glaubhaft zu machen, dass die Entscheidungsfrist der Behörde abgelaufen ist

Voraussetzungen

Die Genehmigung darf erteilt werden bei Vorliegen
  1. der aus Gründen der Sicherheit erforderlichen Kenntnisse der deutschen Sprache
  2. der Eigenberechtigung
  3. der Verlässlichkeit
  4. der körperlichen und gesundheitlichen Eignung
  5. der fachlichen Befähigung

Zum Formular

Dieses Formular wird direkt in der zuständigen Bezirksverwaltungsbehörde einlangen, es wird nicht im Wege des Einheitlichen Ansprechpartners gesendet: Zum Formular

Für das örtlich zuständige Magistrat Klagenfurt am Wörthersee ist der Antrag inkl. Beilagen per E-Mail einzubringen.

Für das örtlich zuständige Magistrat Villach ist der Antrag inkl. Beilagen online hier einzubringen.
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